Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen
Nikolai Gogol / freie Produktion
„Die Neuinszenierung von Stefan Meißner fesselte über eine Stunde lang das dicht gedrängt sitzende Publikum. Egal ob der Titularrat mit Hunden spricht, Briefe gleichzeitig liest und verspeist oder mit der spanischen Inquisition hadert, die Lacher sind immer nur kurzfristige Befreiung. Bühnenbild und Requisite sind auf das Einfachste reduziert und gerade dadurch beeindruckend. […] Gogols Klassiker in künstlerischer Höchstform.“
Neue Westfälische (Enger/Spenge)
Traumschiff Gütersloh
Eigenproduktion / Bürgerbühne Gütersloh
„Die Schauspieler haben das Stück in einem langen Prozess an Hand eigener Erfahrungen entwickelt. Die Regie unter Stefan Meißner fügt ihre kleinen Geschichten mit ruhiger Hand und viel Geduld zusammen – zu einem ergreifenden, etwas schrulligen, aber erkenntnisreichen Theater. […] Traumschiff Gütersloh ist die erfolgreichste Aufführung der Bürgerbühne Gütersloh.“
Die Glocke
„Die Mitwirkenden haben ein buntes Schiffsreisetagebuch durchblättert, altbekanntes Ostwestfälisches mit neuen Einsichten gemischt. Anregend und gut anzuschauen.“
Neue Westfälische (Gütersloh)
„Das Stück wird zu einem Spiegelbild der Stadt und seiner Bewohner. Dass alle Teilnehmenden beim Spiel glänzen, ist für eine Amateurtheater nicht selbstverständlich. In diesem Fall wird die Regiearbeit zum Schlüssel des Erfolgs.“
Die Glocke
Forschungen eines Hundes
Franz Kafka / spielkollektiv:b
„Regisseur und Darsteller gelingt einmal mehr eine Kafka-Inszenierung, die die literarische Stärken des großen deutsch-tschechischen Autoren aufgreift und in Szene setzt. Nicht stilisiert. Unmittelbar, authentisch.“
Westfalen Blatt (Enger/Spenge)
„Großartiges schauspielerisches Talent sowie ein Minimum an Kostüm und Bühnenbild.“
Neue Westfälische (Enger/Spenge)
Hamlet
William Shakespeare / spielkollektiv:b
„Zwischen großer Trauer und ganz kleinen Momenten der Leichtigkeit.“
Kompott
Macbeth
William Shakespeare / spielkollektiv:b
„Eine Taschenlampe mit rotem Lichtwurf signalisiert die Anwesenheit der Unruhe stiftenden Zauberschwestern, ein Flutlicht auf Rädern den Königsthron, der gestürzt werden soll. Auch durch Nebelmaschine und Soundkulisse werden Szenen und Umwelten geschaffen, die das Bühnenbild für sich allein nicht hergegeben hätte. […] Die unzähligen Morde begeht Macbeth mit Mülltüten unseres Alltagsgebrauchs, die sich die Performerin selbst über den Kopf zieht, bis ihr Körper zuckt und zappelt und sich schließlich nicht mehr regt. Dabei kann das Publikum zuschauen, wie sich das Bühnenbild von Mord zu Mord immer mehr in ein Plastikchaos verwandelt – ähnlich wie das Innenleben der Hauptcharaktere, das zunehmend dem Wahnsinn verfällt.“
kritik-gestalten
„Klassiker Macbeth experimentell.“
Westfalen Blatt (Halle/Steinhagen/Werther)
Maria Stuart
Friedrich Schiller / Theater der Gezeiten
„Vielschichtiges Drama als intensiv gespieltes Ein-Frauen-Solo. […] Sehenswertes Kontrastprogramm zur aktuell im Schauspielhaus laufenden Schiller-Inszenierung.“
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Woyzeck
Georg Büchner / Theater im Depot
„Stark gespielte Tour de Force, bei der das Ketchup-Blut in Strömen floss, Mehl ins Gesicht gestäubt und massenweise Erbsen verschlungen wurden. […] Radikal im kritischen, im guten Sinne.“
Neue Westfälische (Bielefeld)
„Zwischen Ekel und Bewunderung. Meißners Woyzeck-Interpretation.“
Westfalen Blatt (Bielefeld)
„Was die Aufführung des Woyzeck besonders erschreckend macht, ist nicht das Motiv um den gequälten Eifersuchtsmörder selbst: Das allein auf den verstörenden Helden konzentrierte Solospiel […] lässt jede Distanz zur gemarterten Seele unmöglich werden.“
Ruhr Nachrichten
„Hier wird auf Atmosphäre gesetzt, ein überzeugendes Horrorszenario des Scheiterns. Es ist das Höllenkarussel, das ewige Hamsterrad des kleinen Mannes, kleines Soldaten, als Versuchsobjekt, Untergebener, Betrogener … und des Täters. Ständig wäscht sich Woyzeck mit Mehl aus einem Baueimer, der panische Satz ‚Ich muss mich waschen!‘ zieht sich wie ein Leitmotiv durch die Inszenierung. Eingespielte Techno-Fragmente, irgendein beliebiger Industriesound, symbolisieren Entfremdung. Dazu kommt noch die genial reduzierte Sprache Woyzecks, die nichts anderes ist als komplette Sprachlosigkeit. […] Geniales Solo.“
Neue Westfälische (Paderborn)
„Konsequent inszeniert.“
Trierischer Volksfreund
„Krass und wirkungsvoll.“
Mindener Tageblatt
„Gebannt, verstört, fasziniert.“
Neue Westfälische (Enger/Spenge)
„Minimalistisch ausgestattet geht es einzig um die Intensität des Spiels, um das Hin- und Herreißen des Zuschauers. […] Regisseur Stefan Meißner und sein Darsteller haben den Woyzeck der Szenerie enthoben, haben ihn extrahiert und einen neuen Blickwinkel auf die Geschehnisse des Dramas eröffnet.“
Westfalen Blatt (Enger/Spenge)
Götz von Berlichingen
Johann Wolfgang von Goethe / Rottstr 5 Theater
„Wer Goethes Helden wieder kennenlernen will, sollte sich an diese Koproduktion des Bochumer Rottstr-5-Theaters und des Dortmunder Theaters im Depot halten.“
Neue Osnabrücker Zeitung
„Der Text ist von Goethe und nicht immer leicht, doch Meißner sorgt mit modernen Elementen für starke Szenen, die die Zuschauer auch schmunzeln lassen und ihnen ein bisschen Entlastung von der Eindringlichkeit bringen.“
Neue Westfälische (Bielefeld)
„Ein brilliantes Stück großer Kunst.“
Mindener Tageblatt
„Groß, laut, unvergesslich. […] Dieser Götz als Bühnenstück ist groß und gut, er hat alles auf eine Karte gesetzt und gewinnt am Ende.“
Hildesheimer Nachrichten
„Eine Götz-Interpretation mit Hand und Fuß. Gekürzt und ungeglättet.“
Neue Westfälische (Gütersloh)
„Bravouröse Arbeit.“
Wetzlarer Neue Zeitung
„Viel Blut, Glockenklang, Wind und Musik.“
Trierischer Volksfreund
„Meißner und Schulze-Neuhoff bleiben ihrem Konzept treu, große Literatur anschaulich und spannend zu machen.“
Neue Westfälische (Bielefeld)
„Authentisch, überzeugend und trashig gleichermaßen. […] Diese Inszenierung ist nicht Drama, sondern Leben, wirres, buntes und wechselvolles, sprühendes Leben.“
Neue Westfälische (Paderborn)
„Abgerockt und trashig wird der martialische Held in die Moderne geschubst. Auf verlorenem Posten steht der Ritter in seinem Plastikpanzer. Nicht subtil, eher mit der Eisenpranke verteilt Regisseur Stefan Meißner die Elemente, die dem Stück seine heroische Färbung nehmen und es zu einem neuen, ganz eigenen Kunstwerk machen.“
Westfalen Blatt
„Goethes Schauspiel ‚Götz von Berlichingen‘, als One-Man-Show umzusetzen, ist eine gewaltige Herausforderung. […] Regisseur Stefan Meißner und Schauspieler Jörg Schulze-Neuhoff nahmen sich der Aufgabe an: Sie kleckerten nicht, sondern klotzten auf der Bühne.“
Neue Westfälische (Enger/Spenge)
„Der Krieg ist Frühsport für diesen größenwahnsinnigen Trash-Soldaten, diesen Macho-Powerranger, der nur zum richtigen Soundtrack tötet. Die römische Virtus erlangt Mann sich eben nur im Feinripp. […] Das mutige Konzept […] geht auf und verselbstständigt sich. Hier gibt es keine Rampe und keinen Aktionismus, es ist ein Film.“
Kompott
„Wenn einer sich zu Springerstiefeln ein Springseil so um den Bauch wickelt, dass die Holzbömmel auf Höhe des Schrittes baumeln, tut er dies nicht von ungefähr.“
Coolibri
„Fantastischer Schrott.“
Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung
„Ein moderner Mensch wird da gezeichnet, einer der durchaus Wut, Idealismus und Intelligenz zusammenzubringen vermag im Kampf gegen die übermächtige Umwelt. […] Punk-Ästhetik im Stroboskoplicht, Nebel und Blut und gute Musik.“
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
„Es war eine Inszenierung, die ich – jetzt darf ich’s sagen – für größenwahnsinnig gehalten habe. […] Ein wort- und bildgewaltiges Epos, das mich sprachlos machte.“
Hildesheimer Nachrichten
Der Bau
Franz Kafka / freie Produktion
„Jörg Schulze-Neuhoff führt den Zuschauer tief in die alptraumartige Gedankenwelt Kafkas.“
Theater Pur
„Kafkas Bau beschert 90 Minuten Gänsehaut. […] Selten ist die ansonsten so schwer verständliche Fantasie Kafkas so mit Leben gefüllt gewesen.“
Die Glocke
„Kafkas 1923/24 entstandene Geschichte bietet viel Deutungsraum. Stefan Meißner hat sie für die Bühne eingerichtet , dabei gekürzt und mit einigen auflockernden Ideen spielbar gemacht. […] Beeindruckend.“
Neues Westfälische (Gütersloh)
„Ein gewagtes Experiment.“
Mindener Tageblatt
„Beängstigend nah am Publikum.“
Neue Osnabrücker Zeitung
„Beklemmende Atmosphäre.“
Trierer Volksfreund
„90 Minuten Spannung pur. […] Witzige Regieeinfälle von Stefan Meißner, die Verlegung des Spielgeschehens in den Zuschauerraum und fantasievolle Requisiten relativieren die Schwere des Werks und schaffen Identifikation.“
Neue Westfälische (Enger/Spenge)